Im Interview


Maxim Shpakov, CTO von Inno-Tec, und Frank Müll, COO von Inno-Tec, verraten ihr Geheimrezept und erklären die Vorteile einer Manufaktur gegenüber einem Massenanfertiger.

 

 

Frage: Andere wollen es möglichst einfach, Ihr strebt nach komplexen und komplizierten Projekten. Warum sollen die Kunden Euch mit möglichst hohen Anforderungen konfrontieren?
Maxim: Weil wir gerne Probleme lösen, die nicht jeder lösen kann. Bei Inno-Tec verfügen wir über einen enormen Fundus an Wissen und Fähigkeiten. Diesen Fundus wollen wir einsetzen, und dafür brauchen wir komplexe und komplizierte Aufgaben gleichermaßen.

 

Frage: Wissen und Können, das ist Euer Geheimnis?
Frank: Die Basis eher. Unser Geheimnis ist die Fähigkeit, beides miteinander zu verbinden.

 

Frage: Und Du kannst einfach so Euer Geheimnis ausplaudern?
Frank: (Lacht) Dieses Geheimnis lässt sich ja nicht einfach so kopieren, nur weil jemand das Rezept kennt. Es basiert darauf, dass bei uns seit Jahren eine Menge talentierter Menschen hart an einer gemeinsamen Sache arbeiten. So ein Fundus lässt sich nicht aus dem Boden stampfen, der wächst organisch.

 

Frage: Was unterscheidet ein kompliziertes von einem komplexen Projekt?
Maxim: Komplizierte Projekte verlangen spezielles Wissen. Ohne dieses Wissen wird ein kompliziertes Projekt nie ein Erfolg. Komplexe Projekte sind diejenigen, die nicht jeder zum Erfolg bringen kann, obwohl man im Prinzip weiß, was zu tun ist. Für komplexe Projekte brauchst Du das Können. Wir streben nach beiden, weil wir das Wissen für komplizierte und das Können für komplexe Projekte besitzen. Wir beherrschen beide Welten.

 

Frage: Warum kommen Eure Kunden zu Euch? Sie könnten sich stattdessen an einen der „Big Player“ Eurer Branche wenden. Wie könnt Ihr mithalten?
Maxim: (Runzelt die Stirn) „Mithalten“ klingt mir fast schon zu bescheiden. Nicht die Größe einer Organisation ist entscheidend, sondern das, was sie kann. Und wir können mehr als andere. Unsere Kunden kommen zu uns, wenn sie spezielle Software-Gewerke brauchen, die ihnen sonst niemand fertigen kann. Außerdem wissen die Kunden, dass sie bei uns individuell auf sie zugeschnittene Lösungen bekommen, nichts von der Stange. Wir sind eine Software-Manufaktur, kein Software-Massenanfertiger.

 

Frage: Als Manufaktur könnt Ihr nicht über die personellen Ressourcen eines Konzerns verfügen.
Frank: Stattdessen bieten wir Agilität und Flexibilität. Die bringen wir ein, um sich verändernde Anforderungen oder neue Probleme schnell und auf den Punkt zu bearbeiten. Bei der Mitarbeiterzahl spielen wir nicht in der Liga eines Konzerns, aber hinsichtlich unserer Fähigkeiten müssen wir uns nicht verstecken, und beim Tempo sind wir allemal vorne. Große Organisationen verhalten sich wie ein träger Tanker, denen fällt ein spontaner Kurswechsel schwer. Uns nicht.

 

Frage: So schafft Ihr es, immer wieder individuelle Lösungen anzubieten?
Maxim: Ja, dank herausragenden Mitarbeitern und einem bewährten Netzwerk von kompetenten, zuverlässigen Partnern, mit denen wir kooperieren. Darauf fußt unsere Fähigkeit, schnell zu skalieren und stets die passenden Skills in Projektteams zu bündeln. Zu uns kommen Enthusiasten, die am liebsten mit anderen Enthusiasten arbeiten und ihr Können beweisen möchten. Wer agil, kreativ und von der Technik begeistert ist, der fühlt sich bei uns zu Hause. Das gilt für Mitarbeiter wie Kunden gleichermaßen.

 

Frage: Und sobald in der Branche ein technischer Trend entsteht, dann springt Ihr auf den Zug auf?
Frank: Wir sind die Lokomotive! Die neuesten Technologien sind unser täglich Brot, wir begeistern uns dafür, setzen sie ein und kennen uns damit aus. Das ist ja einer der Gründe, warum unsere Kunden uns komplexe Projekte anvertrauen. „Industrie 4.0“, „Big Data“ oder dergleichen verstehen wir als reine Marketing-Begriffe. Für uns zählen Techniken, Architekturen und Methoden.

 

 

 

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